Die Münzer von Rothenburg ob der Tauber prägen Nördlinger Batzen von 1514

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Rothenburg
– Nördlingen (eb) – Zum zweiten Mal nach 2016 werden die „Münzer von Rothenburg
ob der Tauber e.V“ auch beim diesjährigen Stadtmauerfest in Nördlingen dabei
sein. Hier können Kinder und Erwachsene direkt auf dem Nördlinger Marktplatz
wieder echtes Geld aus früherer Zeit selbst prägen. Fast 400-mal wurden bereits
vor drei Jahren zwei seltene Münzen vor Ort geprägt.

Das
Besondere an diesem nur alle drei Jahre stattfindenden Stadtmauerfest: die
„Münzer von Rothenburg ob der Tauber“ prägen auch Nördlinger Geld. In guter
Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Alt-Nördlingen e. V., vertreten
durch den Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel, hatte man sich einvernehmlich für
den Nördlinger Batzen von 1514 entschieden. Die Nachfrage war so groß, dass man
sich entschied, den Nördlinger Batzen erneut auch in diesem Jahr zu präsentieren
und zu prägen.

Beide
Münzen – den „Rothenburger Kupferpfennig von 1622“ und den „Nördlinger Batzen
von 1514“ können Interessierte selbst auf einer historischen Münzspindelpresse
und auf einer nachempfundenen Hammerpräge prägen. Hierzu werden Kinder und
Erwachsene nach alter Münzer-Tradition mit Bundhaube und Münzerschürze
gewandet. Echte Ledergeldbeutel zum Selbermachen oder kaufen, runden die
praxiserprobte, museumspädagogische Aktion der „Münzer von Rothenburg ob der
Tauber“ stilvoll ab.

Die
„Münzer von Rothenburg ob der Tauber“ prägen seit 2003 in und um ihre
Heimatstadt und bei ausgewählten Veranstaltungen den sogenannten „Rothenburger
Kupferpfennig“. Der war ab 1622 echtes Zahlungsmittel, mithin das einzige Geld,
das die Freie Reichsstadt Rothenburg in Nürnberg hat prägen lassen. Bereits
damals war Geld prägen schon eine sehr teure Angelegenheit.

Text
und Fotos: Jochen Ehnes